Kleverhaus Kolumne

Kolumne #12 aus dem KleverHaus 

Von LESEFRAU GINA FRITZ, 11.04.21

 

Freunde treffen……  Seelen-Nahrung!

 

Welch eine Freude war es doch am vergangenen Sonntag, mal wieder ganz viele Freunde zu treffen. Mit Menschen fröhlich zusammen sitzen und ein, zwei Gläschen Wein trinken, feine Köstlichkeiten schnabulieren und sich dann auch noch unterhalten zu lassen.

Nein – keine Angst, ich habe nicht gegen die Corona-Regeln verstoßen. Es war eine digitale Weinprobe aus dem KleverHaus mit Emil Kopp.

Aber schon im Vorfeld hatte ich nette Gespräche am Telefon und per mail mit den Gästen. Ob aus dem Murgtal, Malsch oder sogar Potsdam (ein Geburtstagsgeschenk einer Gästin) – sie waren alle da! Live am Bildschirm. Jeder in seinen vier Wänden, mit den Weinen vom Winzer und den Leckereien, die sie eingekauft hatten. Nett war es. Auch eine Art von „Seelen-Nahrung“.

Bei dem Wort „Seelen-Nahrung“ klingelt es bei mir! Im Herzen, im Gedächtnis und in der Seele.

Denn es ist sooo einfach für jeden an Seelen-Nahrung zu kommen….. geht in den Wald! In die Natur!

Vor vielen Jahren hatte ich mit Kindern aus der Umgebung eine feste „Indianer-Gruppe“. Einmal im Monat trafen wir uns und ich erzählte ihnen von den nordamerikanischen Indianern, bastelte und malte und ging sehr oft in den Wald mit ihnen. Dort sollten sie sich einen Baum aussuchen, der von da an ihr Freund sein sollte. Geschenke brachten wir unserem Freund, dem Baum. Einige Jahre hatte jedes Kind seinen eigenen Seelenfreund. Und ohne das Wort „Waldbaden“ zu kennen, umarmten wir schon damals unsere Bäume und sprachen mit ihnen.

In vielen kleinen Dingen finden wir „Seelen-Nahrung“. In schönen Texten, einem Lachen, Natur, guter Musik, einem Gespräch, ein gutes Buch und ach ….. es gibt sooo viele Möglichkeiten. Was ist eure Seelen-Nahrung in dieser Zeit?

Es gibt weise Menschen, die sagen, dass Seelennahrung auch den Körper gesund hält.

Körper – Geist – Seele …… und ich würde gerne noch hinzufügen: Liebe – Freundschaft – Zuwendung

 

In diesem Sinne:    Achten wir auf uns und auf unsere Mitmenschen!

 

Bleibt gesund  -   Eure Gina

 

Kolumne #11 aus dem KleverHaus 

Von LESEFRAU GINA FRITZ, 04.04.21

 

Der Osterhase sucht und findet das Glück

Eine Geschichte von Gina Fritz

 

Es war eine seltsame Stimmung in Ostereierstätt. Über dem Dorf hingen dunkle Wolken. In allen Hasenfamilien lagen riesige Körbe mit Eiern im kühlen Keller. Sie sollten bemalt, verpackt und verschickt werden. In alle Welt!

Aber es gab da ein Problem. Die Eier waren zwar da, die Hühner waren fleißig gewesen. Aber es fehlte an Farben, an Pinsel und bunten Bändern. Die Fabriken waren unterbesetzt, oder wegen Krankheit und Pandemie geschlossen. Viele kleine Läden, die sonst zuverlässig die Farben und bunten Filzblumen geliefert hatten, gab es nicht mehr.

Der Bürgermeister von Ostereierstätt war verzweifelt. Das ging doch nicht. Was war denn Ostern ohne Ostereier? Was sollten die Kinder denn suchen und in ihren Osterkörbchen finden? Nur Schokolade? Teure Geschenke vom Riesenhändler?

Der Bürgermeister Oberhampelhase rief eine Sondersitzung  aus und lud alle Dorfbewohner von Ostereierstätt ins Gemeindehaus ein. Die traurige Sachlage wurde vorgetragen und um Mithilfe gebeten. Und dann kamen sie – die Vorschläge. Von den alten Hasen und Häsinnen, von den jungen grünen Hasenkindern.

Nehmen wir doch Pflanzenfarben! Die Natur schenkt uns doch alles…. Rote Bete, Spinat, Zwiebel, Beeren, Tee, Kräuter. Für das Muster brauchen wir keine Pinsel…. Wir nehmen Blüten, Blätter, Gräser! Und für den Glanz danach nehmen wir die Schwarte von Ferkel Dickwanst.  Das war doch eine gute Idee! Die Hasen eilten zu den Bauern, besorgten all das natürliche Material. Sie gingen zu den kleinen Läden an die Hintertür und fragten nach, ob sie etwas für die Ostereier zu verkaufen hätten. Die kleinen Händler freuten sich, dass sie nicht vergessen wurden und verschenkten und spendeten viele bunte Dinge.

Ein emsiges Treiben herrschte in Ostereierstätt. Der Himmel wurde hell und blau. Die Sonne lachte und die Hasen schwitzten und schnauften ob der vielen Arbeit. Aber es machte auch Spaß! Das Leben hatte wieder einen Sinn. Alle halfen zusammen. In der Ostersamstagnacht war alles fertig und die Auslieferung in die ganze Welt konnte erfolgen. Welch ein gutes Gefühl! Jeder bekam gleich viel. Alle waren glücklich und zufrieden.

Ein Märchen? Na ja….. es ist eine Geschichte.

Wieder feiern wir Ostern ein wenig anders als sonst.

Ach, noch was…… ich soll Grüße ausrichten vom Bürgermeister und all den Dorfbewohnern aus Ostereierstätt …… Auch die kleinen unscheinbaren Dinge sind Glück!

 

Ich wünsche allen großen und kleinen Menschen ein wunderschönes Osterfest. Bleibt gesund!

Eure Gina

Kolumne #10 aus dem KleverHaus 

Von LESEFRAU GINA FRITZ, 28.03.21


Es grüßt der Frühling und die Sehnsucht nach der Ferne
Der Frühling naht mit großen Schritten. Der Bärlauch ist schon da und wird fleißig gepflückt und überall sprießt es in den Vorgärten mit Märzenbecher, Primeln, Schneeglöckchen und Co.
Man merkt es…gleich nach der Öffnung der Gartencenter, wurden diese überrannt, weil die Menschen Farbe brauchen, Frühling brauchen, Sehnsucht nach Freude fürs Auge und Herz haben.
Wenn der Wettergott noch nicht so ganz mitspielt, helfen uns die wunderschönen Gedichte, die uns Goethe, Hesse, Ringelnatz und einige mehr hinterlassen haben. Das blaue Frühlingsband umweht uns dann gedanklich und beim Blick auf die Balkonkästen und Vorgärten dann auch in echt.
Eigentlich planen wir sonst schon um diese Zeit den nächsten Urlaub. Letztes Jahr habe ich einen „Weiberurlaub“ nach Florenz sausen lassen. Heuer baue ich meinen Wunsch etwas kleiner. Freundinnenurlaub zu zweit nach Speyer. Es wird doch wohl klappen?
Wir haben in Deutschland, in Baden Württemberg, in Rheinland-Pfalz sooo schöne Ziele! Und wer wie ich ein Museumsgänger ist und die Atmosphäre in einem Dom mit den Augen eines Ken Follet-Fans genießt, der ist doch in Speyer schon mal gut aufgehoben. Mittelalter-Romane und Dokus über Kleriker und weltliche Fürstenträger interessieren mich sehr. Und dann ist da ja noch die Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz, mit dem Namen „Medicus“. Wer hat die Bücher von Noah Gordon nicht verschlungen? Sämtliche Bände und Fortsetzungen heiß ersehnt. Kopfschüttelnd ob der Methoden der Heilung und Behandlung. Gottfroh in dieser heutigen Zeit und diesem Land geboren zu sein.
Ich wünsche mir, dass ich mit meiner Freundin Claudia in ein Straßencafe sitzen kann und einen leckeren Espresso schlürfen darf. Abends zum Italiener und bei einem, zwei Glas Rotwein endlos quatschen…..
Erinnerungen werden wach an andere Städtetrips. Hamburg, Wien, London, Berlin, München. Hey- so viele sind das noch gar nicht. Da muss ich noch viel nachholen. Gerne auch in Deutschland. Schön sortiert, mit wem ich das mache. Freundin oder Mann? Freundin! Museum, Kirchen, shoppen, Cafe sitzen, Leute gucken und neugierig in Gassen struzeln, das kann ich am besten und liebsten mit Freundin.
Ich behaupte ja, es gibt „Männer-Städte“! Hamburg zum Beispiel. Da war ich mit meinem Mann und zusammen haben wir da ganz viel tolle Dinge entdeckt. Ist ja auch eine Hanse-Stadt mit Handel, Schiffen, Hafen, Kiez, Architektur und Geschichte.
Welches ist eure Lieblingsstadt und mit wem macht ihr gerne einen Städtetrip?
Alte Fotobücher auf dem Schoß und in Erinnerung schwelgend grüßt euch mit Blick auf den Urlaubskalender
Eure Gina
 

Kolumne #9 aus dem KleverHaus 

Von LESEFRAU GINA FRITZ, 21.03.21

 

Motivation ist alles!

Da ist er – der Satz, der mich stutzig werden lässt, mich aber auch schmunzeln lässt:

„Finden Sie Ihr mittleres Motivationslevel!“  (gefunden im alverde dm-magazin)

Mittleres Motivationslevel? Gibt es dann auch ein unteres und oberes Level? Ich denke nach.

Wenn ich Fenster putzen soll, dann sinkt mein Motivationslevel normalerweise in den Keller. Wir haben Fenster mit Sprossen – ziemlich viele. Da wischt frau nicht einfach so drüber. Also sollte ich wohl, wenn mein Motivationslevel mittelgroß ist, sofort auf die diversen Putzmittel stürzen und loslegen? Ich probiere es. Nächstes Mal, falls ich das mittlere Level spüren sollte.

Ganz anders ist es, wenn ich an meinen Garten denke. Da wäre meine Motivation gerade sehr hoch. Aber ich werde ausgebremst, weil das Wetter nicht mitspielt. Es ist einfach noch zu kalt.

Dafür starten wir vom KleverHaus, hoch motiviert (also allerhöchstes Motivationslevel), in ein für uns neues Projekt! Digitale Weinprobe aus dem KleverHaus! Hach – wie spannend! Das KleverHaus-Team steht bereit:

Julia organisiert den Anbieter und den Ablauf. Der Winzer Emil Kopp aus Sinzheim ist Feuer und Flamme mit Wein und endlich flattern auch die Anmeldungen ins Haus. Irgendwie ist das ganze Team involviert, denn es muss getestet werden, die Weinpakete ausgeliefert, Mails geschrieben, Aufgaben erledigt werden. Und schwupps – alle sind auf dem höchsten Level, weil es uns gefehlt hat. Das KleverHaus, die Veranstaltungen, das ganze Drumherum. Was leider leider nicht möglich ist – der direkte Kontakt zu unseren Gästen. Das ist bitter. Das fehlt uns ungemein.

Wer sich für die digitale Weinprobe interessiert, kann sich noch anmelden! Anmeldeschluss: 24.3.21

Digitale Weinprobe mit dem Winzer Emil Kopp aus Sinzheim

28. März 2021  19 Uhr  -  aus dem KleverHaus, Steinmauern

Infos auf unserer Homepage www.kleverhaus.de , Anmeldung unter info@kleverhaus.de

 

Als ich in dem Magazin einer großen Drogeriekette weiter stöbere, finde ich viele gute Gedanken und Sätze wie:  Das Geheimrezept zum Glück

Bella Italia im Glas  

Von der Sonne geküsst 

Ein sicherer Wegweiser

IN WELCHER WELT WOLLEN WIR LEBEN ?

 

Das sind doch Sätze, die mich ansprechen! Da fällt mir was dazu ein. Und euch ? Schreibt es mir!

Eure Gina

Kolumne #8 aus dem KleverHaus 

Von LESEFRAU GINA FRITZ, 14.03.21

 

Bücher – meine liebsten Freunde!

 

Freunde sind wichtig im Leben. Das ist eine Weisheit, die nicht von mir stammt. Bücher, sind meine liebsten Freunde, stimmt deshalb, weil Bücher schon von Kindheit an eine wichtige Rolle in meinem Leben gespielt haben. Meine Mutter war Mitglied in einem Bücherclub. Das war zu der damaligen Zeit nicht so ganz gewöhnlich. Für mich war es das Paradies. Regelmäßig bekamen wir drei Kinder Bücher von meiner Mutter, die sie wirklich sehr gut ausgewählt hatte. Da meine Zwillingsschwester nicht gerne las, hatte ich oft das doppelte Glück ein Buch zu lesen. Sofern ich nicht gerade in Ungnade gefallen war und sie mir das, von ihr ungeliebte ungelesene, Buch extra nicht gab. Das war oft bitter. Dann schnappte ich mir Bücher aus dem Wohnzimmerregal und verschlang Bücher wie „Das Hotel“ oder Bücher von Pearl S. Buck mit Geschichten aus dem exotischen China oder war es Japan? Verstanden habe ich sie bestimmt nicht komplett, aber eintauchen in fremde Länder, Leben und Personen, das war großartig.

Heute hat sich meine Neugierde nur gesteigert. Und ich freue mich über die „Freunde“, die mich begleiten. Manche bleiben und werden immer wieder gelesen, manche gebe ich weiter und trenne mich gerne von ihnen.

Es gibt Bücher, die ich nie vergessen werde, die mich geprägt haben, die mich getröstet haben und die mir geholfen haben. Ob bei Fernweh, Liebeskummer, Frust oder Abenteuerlust. Freunde halt!

Habt ihr auch solche Bücher? Solche Freunde? Es würde mich freuen, wenn ihr mir den Titel eurer Lieblings-Bücher nennen würdet.

Und da wir gerade dabei sind – wer Lesetipps braucht, das KleverHaus bietet eine schöne Veranstaltung:

Lesenswertes! Mit Antje Bemmann und Olga Winterholler                       

 

Die Bücherfeen und Wortwächterinnen stellen am 7. Nov.2021 ab 15 Uhr bei Kaffee und  Kuchen wunderbare Neuerscheinungen, Lesenswertes und Kinderbücher vor. Eine Entdeckerreise zwischen den Bücherseiten im KleverHaus in Steinmauern.

Mein Lesetipp für heute ist:

Rückwärtswalzer von Vea Kaiser und Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens

Mögen euch auch wunderbare Reisen zwischen den Bücherseiten begleiten und erzählt mir davon

 

 

Es grüßt euch

Gina

Kolumne #7 aus dem KleverHaus 

Von LESEFRAU GINA FRITZ, 07.03.21


Trau, schau, wem?
Ist schon eine seltsame Zeit. Um mich herum bemerke ich ein immer größeres Misstrauen. Ob es nun politische Aussagen sind, oder Versprechungen von Heilkräften zum Thema Corona. Wem soll ich denn nun oder noch glauben? Trau, schau, wem?
Mogelpackungen in der Lebensmittelbranche und leider auch bei den Menschen. Ist halt nicht immer drin, was drauf steht! Oder?
Ach komm – benutze deinen gesunden Menschenverstand Gina! Horch in dich hinein und du weißt genau, was richtig und was falsch ist. Ach so? Da erwische ich mich doch glatt dabei, selbst zu mogeln. Es ist Fastenzeit und ich kaufe mir eine große Packung Fruchtgummi. Ganz bestimmt esse ich jeden Tag nur ein einziges winziges Stück. Ihr ahnt es schon. Ich mogle. Das kann ich in diesem Fall ganz gut.
Aber andere mogeln ja auch. Beim Wandern in der wunderschönen Natur sagt mein Mann nach einer gefühlten Ewigkeit: „Jetzt ist es nicht mehr weit. Nur noch die eine Kurve.“ Gemogelt! Die ausgewiesenen Schilder auf den Wanderwegen zeigen „50 m“ bis zum Ziel. Gemogelt! Ich fühle es genau….. ich atme es genau…. Es ist gemogelt!
Oder das Telefon! Jeden Tag bekommen wir Anrufe aus fernen exotischen Ländern. Zumindest sagt uns das die Rückwärtssuche der Telefon-App. Was könnten wir schon alles gewonnen haben, was hätten wir nicht schon alles an Verträgen abgeschlossen – wenn, ja wenn wir das Telefon abgenommen hätten. Aber es sind ja ‚Mogler‘ dran. Und da ist unser Misstrauen echt berechtigt.
Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. ALLES WIRD GUT - steht auf meiner Tafel in der Küche. Ohne Misstrauen hab ich es da hingeschrieben. Denn da gibt es ja noch das „Gottvertrauen“ oder das Bauchgefühl. Und das nehme ich jetzt wichtiger und beäuge es gutgelaunt und augenzwinkernd. Dann können mir Zahlen, Nennwerte, Impfdosen, Inhalte und blöde Wegweiser einfach unter den Tisch fallen. Falls ich davon was wissen möchte, guck ich unter meinen Tisch und überlege mir, ob es für mich „ichfühlmichgut-relevant“ ist. Wieder alles im hellrosagrünlilagetupften (wenn auch ernsten) Bereich – es grüßt euch
Eure Gina
Ps. Was steht denn auf eurer Pinnwand/Tafel ?
 

Kolumne #6 aus dem KleverHaus 

Von LESEFRAU GINA FRITZ, 28.02.21


Du hast die Haare schön!
Na endlich! Es naht der Befreiungsschlag der Frisur geplagten Mitmenschen. Wildwuchs wohin man/frau schaut. Es sind schon die wunderlichsten Haargeschöpfe unterwegs. Witzig find ich es, da es mich kaum betrifft. Ich hatte vor drei Monaten einen Top-Haarschnitt, der sich zwar rausgewachsen hat, aber dennoch nicht furchterregend mutiert ist. Gut – würde ich nicht das eine oder andere „Klämmerle“ einsetzen, ich täte nichts mehr aus den Augen sehen. Und wie geht es euch?
In meinem näheren Umfeld ist der Frisörbesuch aber heiß ersehnt. Oben drauf ist nicht mehr so viel an Haar und außenrum trollt sich das Haar in wilden Büscheln um die Ohren. So will und kann Mann nicht mehr länger auf die Straße gehen. Basta!
Bei einer Freundin hat sich sogar ihre Schwester erbarmt und ist mit der Schere dem „Übel“ mutig gegenübergetreten. Wie der Prinz mit dem Schwert gegen den Drachen ‚Haarwuschel‘, – welch eine Geschichte. Das Ergebnis ist, wie ich finde auffallend. Nicht weil es ein stumpfes Schwert war, sondern weil meine Freundin einfach mit einem aktuellen Haarschnitt aufwarten kann. Was natürlich sofort auffällt.
Auffallend ist auch so mancher Blick auf ein Kindergesicht, das einen schief geratenen Pony ziert. Das arme Kind! Ich dachte die Zeiten (auch meine Zeiten), als die Mama dem Kind einen Topf überstülpt und mal schnell das selbst erledigt, sind vorbei? Schnipp-Schnapp Haare ab. Heul nicht!
Nun wird ja endlich alles wieder gut. Wie vehement haben sich manche Menschen dafür eingesetzt, dass endlich die Haarstylisten wieder öffnen dürfen. Finde ich wirklich richtig und gut. Aber nicht wegen der Frisuren, oder vielmehr den Wildwüchsen auf dem Kopf, sondern wegen der Existenzen die dahinter stecken. Ich wünsche es allen da draußen, dass es nun eine große Weile so bleibt. Und nicht nur bei den „HaarKünstlern“! Künstler brauchen wir auch in allen anderen Belangen. Musik und Kultur, Kochkünste, Modekünstler und so viele mehr….
Also nicht Topf auf den Kopf, sondern Blick geradeaus und auch mal rundherum – und siehe da, was es alles zu sehen gibt! Echt schön, die kleinen Dinge auf dem Weg und im Alltag.
Noch (!) mit einem „Klämmerle“ im Haar, blicke ich direkt in die Frühlingssonne und freue mich auf den Tag der vor mir liegt….
Eure Gina
 

Kolumne #5 aus dem KleverHaus 

Von LESEFRAU GINA FRITZ, 21.02.21

Es steht ja wohl nicht in den zehn Geboten, dass alte Weiber nicht in Bäume klettern dürfen?”

Ruft Astrid Lindgren fröhlich dem Filmteam auf dem Boden zu.

Was für eine Frau! Ein Hoch auf Astrid Lindgren.
Nicht, dass ich auf Bäume klettern wollte. Früher nicht und heute schon gar nicht. Aber sinnbildlich gesprochen, ist es doch eine schöne Vorstellung, die Welt zu sehen, wie sie mir gefällt. Trotz Corona! Gerade wegen Corona! So von oben – ein anderer Blickwinkel halt.

Ich liebe Kinderbücher. Schon immer. Die Lindgren-Bücher, Funke-Bücher und viele viele andere mehr. Bücher, die von mutigen rotzfrechen Prinzessinnen handeln oder Geschichten über ängstliche Gespenster und Drachen, die am Ende die Gewinner sind. Manchmal sitze ich im Spielzimmer meiner Enkel und nötige sie: „kommt wir lesen!“ Und da der Fundus riesig ist (dank lesefreudiger Eltern, Tanten, Omas) haben wir sehr viel Spaß. Ich am meisten.
Sofort tauche ich ein in die Welten von Drachen, Königstöchtern, Hexen, Piraten und vielen Figuren die es „in echt“ nicht gibt….. oder Oma? Gibt es Drachen? Kannst du zaubern? Bin ich auch so schön wie die Prinzessin? Natürlich würde ich am liebsten auf alles mit JA antworten. In meinem Kopf gab es das schon immer. Unzählige Geschichten habe ich geschrieben. Erst für meine Kinder, und dann für Kinder in den „Ginas Geschichtenstunden“.

Immer waren Botschaften darin versteckt. Manchmal unbewusst. Mutmach-Botschaften. Ichbinstark-Botschaften. Ichschaffdas-Botschaften.

Und heute… heute lese ich noch immer gerne Texte, Geschichten, Gedichte über diese Botschaften. Und schaffe mir einen anderen Blickwinkel – von oben aus den Bäumen!
Teile es auch gerne mit meinen Mitmenschen und freue mich, wenn ich selbst positive Worte geschickt bekomme. Und wenn es mal nicht so läuft, dann schau ich mir meine Spruchkarte an der Pinnwand an: Ich fühle mich, als könnte ich Bäume ausreißen. Also, kleine Bäume. Vielleicht Bambus. Oder Blumen. Na gut. Gras. Gras geht.
Mit einem Grinsen im Gesicht grüße ich euch von oben aus meinem imaginären Baum.

Eure Gina

Kolumne #4 aus dem KleverHaus 

Von LESEFRAU GINA FRITZ, 14.02.21

Helau lieber Valentin!

Heute ist Faschingssonntag und gleichzeitig der 14. Februar – also Valentinstag.

Ist das nun gut oder schlecht? Wenn alles normal, so wie früher wäre, dann gäbe es dank der Faschingsumzüge und närrischem Treiben vielleicht einige Konflikte. Was ist nun wichtiger? Der/die Liebste – oder der Fasching? Ein schnell gekaufter Tankstellenblumenstrauß mehr oder weniger liebevoll auf den Frühstückstisch gepflanzt und nebenher hektisch das Häs suchen oder die Fasnetkapp vom Speicher holen. Bei den Profis sitzen die Fasenachter schon geziert am Tisch und essen Heringssalat und trinken Schorle – man soll ja mit dem weitermachen, womit man gestern aufgehört hat!
Aber wir haben ja Glück! Es ist Corona! Da bleiben alle schön daheim und pflegen den Valentinstag mit Rosen, Sekt und Pralinen. Freunde werden vielleicht angerufen oder es werden neckische WhatsApp verschickt. Endlose Piepstöne verkünden wieder ein neues Bildchen, Filmchen oder Sprüchle. Wiederholungen inbegriffen.
Für mich ist dieses Jahr der 14. Februar mit einem Wehmutstropfen versehen. Eigentlich hätten unser KleverHaus-Koch Stephan, das Team und ich ein schönes Valentins-Dinner geben wollen. Schöne, romantische, nachdenkliche Texte zum Thema Liebe und Freundschaft und dazu ein feines 3-Gänge-Menü. Abgesagt! Leider. Überlege gerade, ob wir nicht diesen Valentin auf den Sommer verlegen. Liebe und Freundschaft ist doch nicht nur an einem Tag im Jahr wichtig? Müssen wir mal bequatschen, mein Freund Stephan und ich.
Liebe Narren und Närrinnen, liebe Liebende und Freunde – ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag. Gerne auch mit Helau und Fasnetkapp. Und vielleicht schreibt ihr euren Freunden und Lieben einen ganz eigenen Valentinsgruß mit Gedanken und Erinnerungen …„Weißt du noch…?“ Gespickt mit einem Foto aus der Bilderkiste. Und schon habt ihr ihn - den Valentin-Helau-Sonntag!

Liebe Grüße – Eure Gina

Kolumne #3 aus dem KleverHaus 

Von LESEFRAU GINA FRITZ, 07.02.21

 

 

Unerkannt durchs Land

 

Bevor ich aus dem Haus gehe, schnell noch prüfen, ob Einkaufszettel und Maske in der Tasche sind. Check. An den Tagen mit Kälte, Regen und Schneetreiben geht Frau/Mann/Div.  dick vermummt aus dem Haus. Mütze, Schal und Mantelkragen hochgeschlagen. So auch ich.

Mein Kampf als Brillenträgerin ist nicht zu verleugnen. Kurz vor dem Aussteigen auf dem Parkplatz des gewünschten Discounters immerzu das gleiche Spiel: Mütze runter, Brille runter, Maske auf, Brille auf, Mütze auf. Nun bin ich leider mit außergewöhnlich kleinen Ohrwascheln gesegnet und der Platz hinter den selbigen ist eng. Also mit Maskengummi, Brillenbügel und verirrten Haarsträhnen der Effekt von abstehenden Ohrwascheln – heißt: alles rutscht. Mehr als einmal ist meine Brille auf dem Boden gelandet und mit einem Fluch auf den Lippen und Zorn im Herzen, sowie einem schnellen Rundblick, ob es jemand gesehen hat wie blöd ich mich anstelle – würde ich am liebsten wieder einsteigen und …… denken. Aber nein! Die Lösung ist einfach. Brille im Auto lassen und halbblind durch die Regalgänge wetzen und routiniert alles in den Einkaufswagen befördern was ich noch so im Gedächtnis habe. Den Einkaufszettel kann ich ja ohne Brille vergessen!

Ach wie gut, das niemand weiß …… mit Mütze und Maske kennt dich keiner. Dachte ich!

Hallo Gina – na? auch einkaufen? Wenn ich friedlich gestimmt bin, und das bin ich doch meistens, entsteht ein kleiner Smalltalk. Wenn nicht, (siehe oben) dann würde ich am liebsten antworten:

„Einkaufen? Was? Ich dachte ich bin im Wellness-Urlaub!“  Grrrrr……

Aber so bin ich ja nicht. Niemals. Und schon gar nicht in diesen Zeiten. Völlig ungenervt und mit einem neuen Mützen-Masken-Brillen-Plan, dafür mit beschlagenen Brillengläsern,  grüßt euch

 

Gina aus dem KleverHaus

 

Kolumne #2 aus dem KleverHaus 

Von LESEFRAU GINA FRITZ, 31.01.21

Seltsame Blüten

 

Corona treibt schon seltsame Blüten. Es ist die Zeit wo neue Talente entdeckt werden, wie bei Kerstin aus unserem Team. Immer wieder sehe ich tolle Bilder von ihren Nähkünsten oder großartigen Polsterarbeiten von Omis Ohrensessel. Andere entfalten ihre kreative Seite und gestalten ihre Wohnung unentwegt neu um, so wie Claudia vom Team. Fast unbemerkt „geistern“ Hans und Bernadette im KleverHaus und schauen nach dem Rechten. Schwupps ist die Weihnachtsdeko weg und neu dekoriert. Und die Überschwemmung in der Küche ist fachmännisch wieder in Ordnung gebracht. Ach – und eine neue Bilder-Ausstellung ist auch im Haus. Nur kann sie im Moment niemand bestaunen.

Andere renovieren, wandern, bringen ihr Büro auf Vordermann und/oder kochen und probieren neue Rezepte aus. Neue Rezepte probiere ich auch gerne aus. Mist nur, dass das alles auch gegessen werden muss – und das macht sich halt leider auch auf der Waage bemerkbar. Hmm…nicht gut!

Ich hab ja auch so ein neues Hobby im jetzigen Lockdown. An zwei Tagen bin ich bei meinen drei kleinen Enkelkindern. Und habe mir zur Passion gemacht, die diversen Spielkisten zu räumen. Also räumen, sortieren und -  8 Tage später wieder von vorne anfangen. Erst gestern habe ich eine große Schachtel Puzzleteile mit nach Hause genommen. „Ist doch teuer das Zeug!“ – sagt die Oma Gina. Das kann man doch nicht einfach so…….. !   Und doch, man kann……  mindestens fünf Puzzle sind unvollständig – unwiederbringlich. Also Papierkorb. Drei der vier Pferdepuzzle habe ich stolz perfekt und komplett gepuzzelt. Beim vierten Puzzle, fehlen mir 3 Teile. Die suche ich, das ist sicher, bei meinem nächsten Oma-Tag . Das wäre doch gelacht, ha ! In den Tiefen der fünften und noch nicht geräumten Spielkiste könnten sie doch schlummern. Oder doch wieder in der zweiten, dritten Kiste???

Falls ich nicht mehr auftauche, bin ich in den Tiefen der Spielzeugkisten versunken. Wenn nicht….. dann hören wir wieder voneinander. Bis dahin  -   bleibt gesund   

 

Eure Gina

Kolumne aus dem KleverHaus 

Von LESEFRAU GINA FRITZ, 27.01.21

 

Liebe Freunde des KleverHaus e.V.

Gerade habe ich einen Text gelesen und spontan entschieden, das Gelesene auch zu verarbeiten. Im Kopf, im Herzen und überhaupt…

Es ging um das Wesentliche im Leben! Für mich ist es wesentlich, endlich mal wieder im KleverHaus aktiv zu sein. Nicht nur im Hintergrund – nein auch so mittendrin. Ich meine damit z.B. meine „Kulinarische LiteraturReise durch…“.

Sie glauben gar nicht, wieviel Spaß es macht, zusammen mit unserem KleverHaus-Koch Stephan, ein Thema/Land rauszupicken. Stephan, der geniale Koch denkt sich ein kreatives passendes 3-Gänge-Menü aus und ich stöbere in Büchern, Kochbüchern und Internet nach Anekdoten, Wissenswertem und Kulturgeschichten. Selbst Länder, die ich selbst noch nicht bereist habe, werden mir vertraut und ich könnte schon morgen dahin fahren…                                                                   Stehpans Menüvorschlag wird durchgesprochen und meist freue ich mich schon so sehr auf die einzelnen Gänge, das mir das Wasser im Munde zerläuft. Wenn ich dann weiß, was kulinarisch auf den Tisch kommt, werden die Texte und Kopfbilder in Form gebracht und schön verteilt als Entree, Hauptgang und Dessert. Und noch so ein bisserl zwischendurch. Um diesen Abend rund zu machen, wird das Haus nach passender Deko auf den Kopf gestellt. Und ich finde immer etwas! (Anm. Mein Mann schimpft über meinen Kruscht- und ich triumphiere über passende Deko ?)

Tja – liebe KleverHaus-Freunde, ihr seht, ich wäre bereit! Im Wesentlichen (!) übe ich mich und auch das KleverHaus-Team in Geduld. Und – wir geben die Hoffnung nicht auf. Irgendwann werden wir auch wieder aktiv.

Bis dahin, gibt es nun ab und an eine Kolumne aus dem KleverHaus – von Gina